Deutschland

Digitalisierung schafft Arbeitsplätze weltweit: Kritiker irren sich

Die Digitalisierung veränderte die Berufswelt bereits enorm. Dies wollen viele immer noch nicht wahrhaben, doch die revolutionäre Entwicklung der Industrie und Wirtschaft muss nicht unbedingt negativ sein. Kritiker plädieren zwar gegen die Digitalisierung, da davon ausgegangen wird, dass bis 2025 weltweit 75 Millionen Jobs vernichtet werden.

Laut einer Studie wird die fortschreitende Digitalisierung jedoch durchaus auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt weltweit haben. So sollen es in der Zukunft nur An- und Ungelernte schwer haben, wie die aktuelle Studie warnt. Zudem sollen gleichzeitig 133 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, behauptet Till Leopold, Ökonom beim Weltwirtschaftsforum und einer der Autoren der Studie.

Die Kernaussage der Studie zur Digitalisierung

Aus der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. geht hervor, dass Kritiker meist ohne Grund verängstigt gegen die Digitalisierung protestieren. So wird erklärt, dass Roboter und moderne Maschinen weiterhin keine bedrohende Konkurrenz gegen Arbeitnehmer sind. Vielmehr soll die revolutionäre Entwicklung mehr Arbeitsplätze schaffen als vernichten. Die Analyse zeigt einen erhöhten Personalbedarf für die kommenden fünf Jahre. Hiervon werden jedoch, laut der Studie, primär Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Akademiker profitieren.

Die an der Studie teilnehmenden Unternehmen sehen für die Zukunft einen sinkenden Personalbedarf für ungelernte beziehungsweise angelernte Arbeitnehmer. Demnach werden es besonders Arbeitskräfte ohne berufliche Ausbildung schwer haben sich in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt von Morgen zu behaupten. Diesem negativen Aspekt wird bereits gegengesteuert. Das Qualifizierungschancengesetz (WeGebAU bzw. QCG), welches eine Weiterbildungsinitiative der Bundesagentur für Arbeit ist, soll dem drohenden Mangel an Fachkräften entgegenwirken und den nicht ausgebildeten Arbeitskräften die Chance geben, Teilqualifikationen oder Berufsabschlüsse zu erwerben.

Digitalisierung in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen

Die Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung sind laut Werten eines Rankings vom 30.09.2021 die Länder China, Saudi-Arabien und Brasilien. Gefolgt von Argentinien, Türkei, Indonesien und Kanada liegen erstmalig europäischen wie Länder Italien und Frankreich weiter vorn. Deutschlands Digitalisierungsrang lässt laut Angaben zu wünschen übrig, da beispielsweise der Glasfaserausbau nicht vorankommt und somit die benötigte Internetgeschwindigkeit nicht geboten werden kann.

In der Gesellschaft der Länder sind weltweit Veränderungen durch die Digitalisierung bereits sichtbar. In der Wirtschaft finden diese Änderungen auf der Prozessebene, der Produktebene, sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle statt. In der hochentwickelten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) geht es in großen Schritten voran. Doch auch wenn der deutschsprachige Teil Europas kulturell viele Gemeinsamkeiten besitzt, gibt es feine Unterschiede, die sich auch auf den Grad der Digitalisierung einzelner Gewerbe auswirken.

Bei manchen Branchen ziehen die NAchbarländer jedoch gleich: Im Alltag lässt sich diese Entwicklung vom Verbraucher vor allem im Musik- und Filmbereich spüren. Die Unterhaltungsindustrie zieht in den drei DACH-Staaten gleichermaßen an und ist ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Auch im Glücksspielbereich wird der Digitalisierungsprozess, beispielsweise durch Live Casinos in der Schweiz, vorangetrieben, modernisiert und mit neuen Arbeitsplätzen ausgestattet.

Auch in Deutschland werden im Casino Bereich bereits alle klassischen Spielformen in digitaler Form angeboten. Nach den Ergebnissen einer Umfrage des Handelsblatt Research Institute (HRI) haben 35 Prozent der deutschen Bevölkerung bereits an Online-Glücksspielen teilgenommen. Wobei alle Altersgruppen gleich vertreten waren.

Ein Weiteres Beispiel für die Digitalisierung wäre die Population der sogenannten Kryptowährungen. Unter Kryptowährungen versteht man einen digitalen Vermögenswert, der auf dezentralen Datenbanken, in der Regel in einer Blockchain, festgehalten wird. Ähnlich wie eine Fiatwährung kann dieser Wert als Tauschmittel eingesetzt werden.

Neben diesen Beispielen gibt es viele weitere Bereiche, welche natürlich neue entsprechend ausgebildete Arbeitskräfte erfordern.

 

Die Zukunft im Blickfeld – Wie wird die Digitalisierung die Welt verändern?

Die Digitalisierung hat die Wirtschaft weltweit grundlegend verändert. Automatisierung, Sharing Economy und digitale Plattformen sind nur einige der Bereiche, welche Unternehmen und Kunden neue Möglichkeiten bieten. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien, wie Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, 3D-Druck oder Blockchain, sind kaum zählbar. Um die langfristigen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft möglichst frühzeitig zu ermitteln, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen zweijährigen strategischen Prognoseprozess eingeleitet.

Der zweijährige Prozess startete im Mai 2019 mit dem Ziel, Zukunftsszenarien zu den wirtschaftlichen Perspektiven der Digitalisierung für einen längerfristigen Zeitraum von 10-15 Jahren zu entwickeln. Hier wird davon ausgegangen, dass eine Vielzahl an Technologien und Geschäftsmodellen mit einem immer schnelleren Tempo entwickelt werden.

Zudem wird primär davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach IT-Experten in nahezu allen Branchen ansteigt. Des Weiteren werden in sechs Szenarien spätere Möglichkeiten zusammengefasst, welche alle nahelegen, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz als wichtige, gesellschaftliche Aufgaben betrachtet werden. „Ein Kerngedanke des Szenarios besteht darin, Rahmenbedingungen dabei so zu setzen, dass Markt, Wettbewerb und Innovationen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele mobilisiert werden und die Entwicklung insbesondere auch in ökonomischer Hinsicht nachhaltig ist.“ so im Bericht des BMWi.

Zusammengefasst wird zum einen eine ungeahnte Chance für langfristigen wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand gesehen. Zum anderen werden grundlegende Strukturveränderungen für Wertschöpfungsketten, Arbeitsprozesse und Unternehmensstrukturen erwartet, darunter fällt die steigende Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Es ist dabei verständlich, dass nicht jedes Berufsfeld digitalisiert werden kann. Die Maschinen sollten daher vielmehr als Hilfsmittel angesehen werden.

 

„Daten werden als das neue Öl angesehen, Algorithmen analysieren menschliches Verhalten, um individuelle Produkte und Dienstleistungen anzubieten, autonome Systeme kommen in immer mehr Bereichen zum Einsatz. Diese Veränderungen stellen auch die Wirtschaftspolitik vor neue Herausforderungen.“

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