Steuern in Spanien für Deutsche die dort arbeiten möchten
Arbeiten in Spanien: So funktionieren Steuern für Deutsche
Viele Deutsche suchen Informationen zu Steuern, wenn sie in Spanien arbeiten möchten. Internationale Unternehmen in Spanien suchen aktiv deutschsprachige Mitarbeiter. Eine gute Vorbereitung verhindert Probleme mit Steuern und Bürokratie. In diesem Artikel erfährst du, wo du Steuern zahlst, wie das spanische System funktioniert und was du vor dem Umzug erledigen musst.
Wann bist du in Spanien steuerpflichtig
Spanien bestimmt die Steuerpflicht anhand deines Aufenthalts und deines Lebensmittelpunkts. Du giltst als steuerlich ansässig, wenn du mehr als 183 Tage pro Jahr in Spanien lebst oder wenn sich dein wirtschaftlicher und persönlicher Mittelpunkt dort befindet. Diese Regeln basieren auf internationalen Steuerabkommen der OECD.
Wie funktioniert die Einkommensteuer in Spanien
Die spanische Einkommensteuer heißt IRPF. Arbeitgeber führen monatlich Lohnsteuer ab und Arbeitnehmer geben einmal pro Jahr eine Steuererklärung bei der spanischen Steuerbehörde Agencia Tributaria ab. Das System ist progressiv und kann je nach Einkommen und Region von 19 bis etwa 47 Prozent betragen.
Wo zahlst du Steuern als Deutscher in Spanien
Deutschland und Spanien haben ein Doppelbesteuerungsabkommen. Die Grundregel lautet, dass Einkommen im Land der Tätigkeit besteuert wird. Arbeitest du in Spanien, zahlst du dort Einkommensteuer. Deutschland kann weiterhin Steuern auf deutsche Einkünfte wie Immobilien oder Kapitalerträge erheben.
Die 183 Tage Regel verständlich erklärt
Die 183 Tage Regel ist eine Ausnahme zur Grundregel der Besteuerung im Arbeitsland. Einkommen kann in Deutschland steuerpflichtig bleiben, wenn drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind.
- Du hältst dich weniger als 183 Tage innerhalb von zwölf Monaten in Spanien auf.
- Dein Arbeitgeber ist nicht in Spanien ansässig.
- Dein Gehalt wird nicht von einer spanischen Betriebsstätte getragen.
Sobald eine dieser Bedingungen nicht erfüllt ist, darf Spanien dein Einkommen besteuern. In der Praxis zahlen Personen, die nach Spanien ziehen und dort arbeiten, ihre Steuern in Spanien.
Sozialversicherung und Krankenversicherung in Spanien
Wer in Spanien arbeitet, zahlt Beiträge zur Seguridad Social. Diese Beiträge decken Gesundheitsversorgung, Arbeitslosigkeit und Rente ab. Innerhalb der EU zahlst du Sozialabgaben immer im Land deiner Beschäftigung.
Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Deutschland
Das allgemeine Preisniveau in Spanien ist niedriger als in Deutschland, wobei insbesondere Mieten, Lebensmittel und alltägliche Ausgaben deutlich günstiger ausfallen, was für viele Arbeitnehmer einen spürbaren finanziellen Vorteil im Alltag bedeutet.
Was du vor dem Umzug nach Spanien erledigen musst
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NIE Nummer beantragen.
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Bei der Gemeinde anmelden.
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Spanisches Bankkonto eröffnen.
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Bei der Sozialversicherung anmelden.
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In Deutschland abmelden bei langfristigem Umzug.

Häufige Fehler vermeiden
Die Abmeldung in Deutschland beendet nicht automatisch die Steuerpflicht. Deutsche Einkünfte können weiterhin in Deutschland steuerpflichtig bleiben.
Häufig gestellte Fragen zu Steuern in Spanien
1. Muss ich weiterhin Steuern in Deutschland zahlen
- Nur auf deutsche Einkünfte wie Immobilien oder Kapitalerträge.
2. Brauche ich eine NIE Nummer zum Arbeiten
- Ja. Die NIE Nummer ist notwendig für Steuern, Gehalt und Verwaltung.
3. Wann gebe ich meine Steuererklärung in Spanien ab
- Die jährliche Abgabefrist liegt normalerweise zwischen April und Juni.
4. Zahle ich Sozialabgaben in zwei Ländern
- Nein. Innerhalb der EU zahlst du Sozialabgaben im Land deiner Beschäftigung.
Fazit
Wer als Deutscher in Spanien arbeitet, zahlt Einkommensteuer und Sozialabgaben in der Regel in Spanien. Wichtig ist, sich frühzeitig um eine NIE-Nummer, die Anmeldung bei der spanischen Steuerbehörde und der Sozialversicherung zu kümmern. Das Doppelbesteuerungsabkommen sorgt dafür, dass das Einkommen nicht doppelt besteuert wird, dennoch können deutsche Einkünfte weiterhin in Deutschland steuerpflichtig sein. Eine gute Vorbereitung vermeidet finanzielle Überraschungen und erleichtert den Start ins Arbeitsleben in Spanien deutlich.






















